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Alert4all

Forschungspartner erproben Testbetrieb eines neuen Bevölkerungswarnsystems

Seit 2011 gehen elf Forscherteams aus sechs Ländern Europas der Frage nach, wie Warnmeldungen im Krisenfall möglichst schnell und effektiv an die Bevölkerung weitergegeben werden können. Mit dem Bevölkerungswarnsystem »Alert4All« ist aus dem gleichnamigen EU-Projekt eine neue Lösung entstanden. Den erfolgreichen Testbetrieb erlebten zahlreiche Vertreter von Organisationen des Krisenmanagements sowie Industriepartner.

Naturkatastrophen machen an Ländergrenzen nicht halt. Um derartige Krisenfälle effektiv zu bewältigen, müssen die richtigen Stellen daher grenzübergreifend und nahtlos alarmiert werden. Möglich macht dies das System »Alert4All«. Elf Forscherteams aus sechs Ländern Europas haben über drei Jahre lang im gleichnamigen EU-Projekt gemeinsam ein System entwickelt, dass es ermöglicht, die Bevölkerung länderübergreifend, multimedial und -lingual zu alarmieren. Das System ermöglicht es, jederzeit neue Warnkanäle zu implementieren und voll automatisiert mehrsprachige Nachrichten an die Bevölkerung zu übermitteln.

Erstmals hat das Projektkonsortium Mitte Oktober denjenigen, die von der Lösung profitieren sollen, das System live demonstriert. Zahlreiche Vertreter von Organisationen des Krisenmanagements sowie Industriepartner nutzten ausgiebig die Gelegenheit, die verschiedenen Funktionalitäten selbst ausprobieren zu können und zeigten sich durchweg begeistert.

Folgende Module bietet »Alert4All«:

  • Ein Alarmierungsmodul (Global Alerting Gateway – GAG), von dem aus alle implementierten Empfangsgeräte angesprochen werden können (über terrestrische sowie Satellitenverbindungen)
  • Ein Rückkopplungsmodul (Screening of New Media - SNM), durch welches die Reaktionen der Bevölkerung auf Warnungsmeldungen in Sozialen Medien erfasst werden
  • Ein Trainingsmodul (TM), welches Nutzern die Funktionsweise des Systems näher bringt
  • Ein Simulationsmodul (Alert Simulation Module – ASM), mit dessen Hilfe die Verbreitung von Warnungsmeldungen in der Bevölkerung simuliert werden kann

Das mit dem Fraunhofer IAO kooperierende IAT der Universität Stuttgart konzipierte und realisierte das Simulationstool zur Unterstützung von Planungs- und Investitionsentscheidungen sowie für Trainings- und Einsatzzwecke. Gemeinsam mit Endanwendern aus dem Krisenmanagement entwickelten die Wissenschaftler auf Grundlage einer agentenbasierten Simulation eine nutzerorientierte Webanwendung. Mit verschiedenen Partnern wird an dem weiteren Fortschritt des EU-Projekts gearbeitet.

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