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Forschungsprojekt INKA © Sven Grundmann – fotolia.com

Nationales Forschungsprojekt INKA konzipiert Freiwilligenmanagement für Krisensituationen

Wie können Freiwillige für den Katastrophenschutz gewonnen und in kritischen Situationen sinnvoll eingesetzt werden? Konzepte dazu erarbeiten und analysieren das Fraunhofer IAO und das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement IAT der Universität Stuttgart in enger Zusammenarbeit mit den großen deutschen Hilfsorganisationen.

Überschwemmungen, flächendeckende Stromausfälle oder große Unfälle: Katastrophen bekämpfen Behörden, Feuerwehren und Hilfsorganisationen in Deutschland gemeinsam, um die Schäden für Menschen und Einrichtungen gering zu halten. Bei Großschadenslagen greifen diese Organisationen auf freiwillige Helfer zurück. Die Leistungsfähigkeit des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes droht in Zukunft abzunehmen, wenn es nicht gelingt, mehr Menschen für ehrenamtliche Aufgaben in den Hilfsorganisationen zu gewinnen.

»Zwar sind immer mehr Bürger bereit, sich freiwillig für die Gesellschaft zu engagieren, jedoch zunehmend kurzfristig und außerhalb der etablierten Organisationen wie Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz«, resümiert Tina Weber vom Deutschen Roten Kreuz. Sie leitet das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt »Professionelle Integration von freiwilligen Helfern in Krisenmanagement und Katastrophenschutz INKA«. INKA bringt Vertreter aus den Bereichen Bevölkerungsschutz, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, um bestehende Strukturen des Engagements zu analysieren und neue wegweisende Konzepte praktisch zu erproben. Die Universität Stuttgart untersucht dabei insbesondere die Organisation und die Prozesse der Hilfsorganisationen, um ehrenamtliche Helfer zu gewinnen, einzubinden und zu halten.

Darüber hinaus analysieren die Projektpartner die Vereinbarkeit von Ehrenamt und Beruf. Denn die Freiwilligen, die sich in den Hilfsorganisationen engagieren, verfügen über umfangreiche Kompetenzen und Erfahrungen, die sie im Berufsleben weiterbringen können. Umgekehrt profitieren die Hilfsorganisationen von dem Fachwissen, das in den Unternehmen vermittelt wird. Daher moderiert das Fraunhofer IAO einen Unternehmenszirkel aus verschiedenen Firmen, um mit ihnen angepasste Lösungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu entwickeln.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Verbundprojekt INKA im Rahmen des Programms »Forschung für die zivile Sicherheit« während der Projektlaufzeit von drei Jahren. Unter Leitung des Deutschen Roten Kreuzes sind das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement, das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart IAT, das Institut für Psychologie der Universität Greifswald, die Berliner Feuerwehr und das Fraunhofer IAO beteiligt. Darüber hinaus arbeitet das Konsortium mit sechs großen deutschen Hilfsorganisationen zusammen.

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