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Notfallübung der Flughafenfeuerwehr © Foto: Flughafen Stuttgart

Fraunhofer IAO begleitet und evaluiert Notfallübung der Flughafenfeuerwehr

Mit rund 400 Beteiligten fand am Samstag, 22. Oktober 2016, am Flughafen Stuttgart eine Notfallübung statt, bei der das Zusammenspiel der verschiedenen Einsatzkräfte im Vordergrund stand. Mit einer neuen Evaluationsmethode hat ein Forscherteam des Fraunhofer IAO hat die Übung wissenschaftlich begleitet und ausgewertet.

Im Ernstfall zählt jede Sekunde. Um Leben zu retten, entscheidet das reibungslose Zusammenspiel zwischen Sanitätern, Feuerwehr und anderen Einsatzkräften manchmal zwischen Leben und Tod. Der Zeitfaktor stand daher im Vordergrund bei der Notfallübung des Flughafens Stuttgart, die das Fraunhofer IAO am Samstag, 22. Oktober wissenschaftlich begleitet hat. Mit dabei waren neben der Flughafenfeuerwehr die Berufsfeuerwehr Stuttgart, die Feuerwehr der U.S. Army Garrison Stuttgart sowie freiwillige Feuerwehrleute der Nachbargemeinden, Rettungs- und Sanitätsdienste des Landkreises Esslingen und angrenzenden Landkreisen, die DRF Luftrettung, Ersthelfer der Flughafengesellschaft sowie weitere Behörden.

Notlandung als Übungsszenario

Geübt wurde anhand einer Brandsimulationsanlage, mit der die Evakuierung eines Flugzeugs und die Rettung von Fluggästen wirklichkeitsgetreu nachgestellt werden kann. Ausgangssituation für die Rettungskräfte war die Notlandung eines Verkehrsflugzeugs mit 40 Passagieren und mehreren Tonnen Luftfracht an Bord. Die Passagiere mussten schnellstmöglich gerettet und medizinisch versorgt werden. Der angenommene Vorfall ereignete sich gegen 14 Uhr, weniger als drei Minuten später war die Flughafenfeuerwehr für die Erstversorgung vor Ort. Ziel der Übung war neben der Überprüfung des bestehenden Notfallplans auch Abläufe, Zusammenarbeit und Koordination bei der Versorgung der Patienten und den Informationsaustausch unter den Beteiligten zu prüfen.

Zeitmessung als objektives Bewertungskriterium

Mit Indikatoren, in welchen Bereichen der Flughafen Stuttgart im Ernstfall noch besser werden kann, bot das Fraunhofer IAO eine weitere Perspektive auf das Übungsgeschehen. Als Forschungspartner begleitet es die Übung über mehrere Wochen wissenschaftlich auf Basis einer von den Forschern entwickelten Evaluationsmethode. Sie erhoben während der Übung alle relevanten Daten, Zeiten und Werte und werteten diese direkt im Anschluss aus. Die nackten Zahlen sind ein zuverlässiger und objektiver Gradmesser für Erfolg oder Verbesserungspotenziale eines Einsatzes. »Wir messen beispielsweise, wie lange es dauert, bis Schwerverletzte identifiziert und erstversorgt werden« erklärte Patrick Drews, Projektleiter am Fraunhofer IAO und sagte weiter: »Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese faktenbasierten Werte gute Ratgeber sind und von den Übungsteilnehmern sehr dankbar aufgenommen werden. Der äußere Eindruck aus reiner Beobachterperspektive kann trügen.« Hinzu kommt, dass die Ergebnisse der Auswertung bereits 20 Minuten nach der Übung vorliegen und mit den Wissenschaftlern besprochen werden können.

Das Forscherteam des Fraunhofer IAO hat im Rahmen von zahlreichen öffentlich geförderten Projekten sowie Arbeitskreisen zum Bevölkerungsschutz bereits zahlreiche Erfahrungen gesammelt und verschiedenen Methoden entwickelt, die dabei helfen, Einsatzkräfte, Freiwillige und Zivilbevölkerung im Katastrophenfall besser zu vernetzen und zu koordinieren.

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