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    Joachim Lentes

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Produktentwicklungs-Plattform Sarah Lee unter Verwendung von © alekup - Fotolia.com

Team um Joachim Lentes erhält Auszeichnung für Produktentwicklungs-Plattform

Auf der »APMS 2014 International Conference« wurden Joachim Lentes und sein Team am Fraunhofer IAO mit dem Best Paper Award 2014 der »International Federation for Information Processing (IFIP)« ausgezeichnet. Ergebnis des prämierten Projekts ist eine offene Plattform, welche die Informationsflüsse insbesondere in der Produkt- und Produktionsentwicklung verbessert.

Das vom Fraunhofer IAO initiierte und geleitete EU-Projekt »amePLM – Advanced platform for manufacturing engineering and PLM« soll das Vorgehen bei der Produktentstehung in Unternehmen vereinfachen. Im Projekt entsteht eine offene Engineering-Plattform, die den Informationsaustausch zwischen den an der Produktentstehung beteiligten Partnern vereinfachen wird. Das Team um Projektleiter Joachim Lentes erhielt für eine Veröffentlichung zur Plattform am 24. September 2014 den Burbridge Award der »International Federation for Information Processing (IFIP)«.

Meist sind an der Entwicklung neuer Produkte viele verschiedene Akteure beteiligt. Diese arbeiten mit unterschiedlichen Softwarewerkzeugen und Datenbanken, die oft nicht oder nur schwer verknüpfbar sind. Ein beschwerlicher Datenaustausch und langsame Informationsflüsse zwischen den Beteiligten machen die Prozesse unnötig kompliziert und langsam. »amePLM« soll die Informationsflüsse auf einer gemeinsamen Plattform bündeln. Diese stellt allen Beteiligten die benötigten Informationen in der für sie geeigneten Aufbereitung zur Verfügung. »Insbesondere die Suchzeiten für Informationen werden minimiert. Das gestaltet die Produktentwicklung sehr viel einfacher und schneller«, erklärt Joachim Lentes das Ziel des Projekts.

Grundlage für die Plattform bildet Open-Source-Software. »Auch unser endgültiges Produkt wird größtenteils als Open Source verfügbar sein«, prognostiziert Lentes. Es kann entweder durch die Anwender selbst oder durch das Projektteam an das jeweilige Unternehmen angepasst werden. Die entstehende Plattform ist für Unternehmen jeder Größe geeignet. »Vor allem kleine und mittlere Unternehmen können von der Lösung profitieren, denn sie kann einfach aufgesetzt werden, ist leicht zu bedienen und muss nicht aufwändig gepflegt werden«, erläutert Lentes. Durch ihre modulare Architektur kann die Plattform individuell angepasst werden. Unternehmen können vorhandene Softwarelösungen weiterverwenden und in die Plattform integrieren. Noch dieses Jahr werden erste Produkte aus dem Kontext von amePLM auf den Markt kommen.

Der studierte Maschinenbauer Joachim Lentes forscht seit über zehn Jahren am Fraunhofer IAO und leitet dort seit 2009 das Competence Team Digital Engineering. Mit seinem sechsköpfigen Team erarbeitet und erforscht er innovative Ansätze und IT-Systeme, um Produktentstehung und -realisierung wettbewerbsfähiger zu machen.

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