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Robo-Mate © CRF (Centro Ricerche Fiat)

Ein intelligentes, tragbares Exoskelett soll Arbeiten sicherer und produktiver machen

Ab September 2013 arbeitet das Fraunhofer IAO gemeinsam mit elf europäischen Partnern an der Entwicklung eines Exoskeletts, das menschliches Geschick und die Stärken der Technik vereint. Ziel des Projekts ist es, gleichzeitig Arbeitssicherheit sowie Produktivität im industriellen Umfeld zu steigern.

Viele manuelle Arbeitsschritte in industriellen Produktionsprozessen sind so komplex, dass sie auch heute noch schwierig zu automatisieren sind. Vor allem im Bereich der Montage und Demontage finden sich hierfür Beispiele, insbesondere in der Automobil- oder Lebensmittelindustrie. Manuelle Arbeiten in diesem Umfeld führen häufig zu gravierenden Verletzungen. Laut Work Foundation Alliance (Lancaster, UK) leiden 44 Millionen Arbeiter in der Europäischen Union an arbeitsbedingten Muskel-Skelett-Erkrankungen. Neben der Belastung für die Arbeiter führt das zu jährlichen Kosten von mehr als 240 Milliarden Euro.

Diese Herausforderungen geht das jetzt gestartete Projekt »Robo-Mate« an. Seit Anfang September 2013 beschäftigen sich zwölf Partner aus sieben europäischen Ländern mit der Entwicklung eines intelligenten, einfach zu bewegenden und tragbaren Außenskeletts für manuelle Arbeitsschritte. Mit der neuen Entwicklung wollen die Projektpartner die Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter im industriellen Umfeld verbessern und das Heben schwerer Lasten erleichtern. Dies soll gleichzeitig Arbeitsunfälle und Erkrankungen reduzieren sowie Produktivität und Produktqualität steigern. Das zu entwickelnde Exoskelett soll vom Menschen geführt und computergestützt funktionieren und in unterschiedlichen Industriebranchen einsetzbar sein.

Im Projekt simuliert das Fraunhofer IAO die Funktion des Exoskeletts in einer virtuellen Fabrikumgebung. Der französische Projektpartner Indra SAS (Fahrzeugentsorgungsindustrie) und der rumänische Automobilzulieferer Compa S.A. entwickeln nachfolgend Szenarien aus der Automontage und setzen diese in ihren Fertigungsanlagen um. Das Forschungszentrum des italienischen Automobilherstellers Fiat (CRF) nimmt Labortests und Systembewertungen vor.

Das dreijährige Projekt wird durch das Forschungsrahmenprogramm (FP7) der Europäischen Union mit rund 4,5 Millionen Euro gefördert. Geleitet wird es von Prof. Dr. Hans Wernher van de Venn (ZHAW, Schweiz) mit Unterstützung der accelopment AG (Schweiz).

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