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Strategien von Städten zur Elektromobilität © Ilya Terentyev - iStockphoto

Fraunhofer IAO erhebt Strategien von Städten zur Elektromobilität

Immer mehr Städte wollen das Thema Elektromobilität aktiv mitgestalten. Die Motive liegen in den Bereichen Umwelt, Verkehr und Wirtschaft. Um Herangehensweisen und Aktivitäten im Bereich Elektromobilität in ihrer Breite zu erfassen, hat das Fraunhofer IAO deutsche Städte befragt und die Ergebnisse in einer Studie veröffentlicht.

Lärm, Stau und Abgase sind nur einige der negativen Folgen des wachsenden Verkehrsaufkommens, unter dem Städte zu leiden haben. Kein Wunder, dass eine elektromobile Zukunft mit Elektro-Pkws, -Transportern, -Rollern oder auch Pedelecs für Städte und urbane Räume besonders verlockend klingt. Doch was sind neben den Motiven die Strategien von Städten zur Einführung von Elektromobilität? Dieser Frage ist das Fraunhofer IAO im Zuge des vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) geförderten Programms »Modellregionen Elektromobilität« nachgegangen und hat im Rahmen der sozialwissenschaftlichen Begleitforschung die Einführung der Elektromobilität in Deutschland aus der Perspektive von Städten untersucht. Anhand einer Städtebefragung haben die E-Mobility-Experten erhoben, welche Aktivitäten Städte im Bereich Elektromobilität heute bereits verfolgen und wie sie das Thema organisieren und vorantreiben.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Städte eine systemische und themenübergreifende Sichtweise auf das Thema Elektromobilität haben. Die Motive für das Engagement der Städte liegen in den Bereichen Umwelt, Verkehr, Wirtschaft, aber sie wollen auch Vorreiter ein und ihr Image fördern.

Weiterhin haben die Städte erkannt, dass der Austausch der Antriebstechnologie in Individualfahrzeugen allein kein Allheilmittel ist: so ändert die Umstellung auf Elektromobile nichts an der verkehrlichen Situation der überfüllten Straßen. Die Problematik muss also ganzheitlich angepackt werden und Themen wie etwa ÖPNV, Pendlerverkehr und Sharing-Angeboten sowie weitere Bereichen wie Umwelt/Klima, Energie oder Wirtschaft in zukünftigen Konzepten miteinander verknüpft werden. Die Vernetzung mit relevanten Akteuren innerhalb der Kommune und in der Region sowie mit Nachbarkommunen und dem weiteren Umland spielt eine wichtige Rolle, um zum einen Synergieeffekte zu nutzen und zum anderen gebietsübergreifende Infrastrukturen und Mobilitätskonzepte zu implementieren.

Die Studie zeigt, dass die Kommunen das Thema Elektromobilität selbst aktiv mitgestalten wollen, anstatt die Getriebenen zu sein. Dies erfordert einen rechtlichen Rahmen sowie den Wissensaustausch zum einen zwischen den verschiedenen administrativen Ebenen von Bund, Land und Kommune zum anderen zwischen den beteiligten Akteuren aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

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