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Neue Märkte für technische Dienstleistungen © Rawpixel - fotolia.com / Fraunhofer IAO

»Fraunhofer ServiceSpotting« identifiziert neue Anwendungsfelder für bestehende Dienste

Inspiriert durch das Vorgehen aus der Produktwelt, in der systematisch neue Anwendungsfelder für Technologien identifiziert werden, hat das Fraunhofer IAO ein Verfahren entwickelt, um den Kern einzelner technischer Dienstleistungen auf neue Einsatzbereiche zu übertragen. Damit ist es erstmals möglich, datengestützt neue und attraktive Märkte für bestehende Dienstleistungen zu erkennen.

Schon lange sind die Synergieeffekte bekannt: Angepasst an den jeweiligen Anwendungsfall lässt sich die Grundfunktion einer einzigen Technologie in vollkommen anderen Märkten und Branchen einsetzen. Eine Sprühpistole findet man nicht nur in der Autowerkstatt, um Lackschäden zu reparieren, sondern auch in der Konditorei, um Torten zu verzieren. In der Produktwelt hat das Fraunhofer IAO mit dem »Fraunhofer MarktExplorer« bereits ein erprobtes Verfahren entwickelt, um neue Märkte und Branchen für Technologien zu erkennen. Durch die Zerlegung einer Technologie in ihre Funktionen und unterstützt durch Smart Data kann ein Expertensystem strukturiert neue Anwendungsfelder identifizieren, bewerten und erschließen.

Funktionssemantische Analyse erstmals auf technische Dienstleistungen übertragen

Für Dienstleistungen gab es bis dato ein solches Verfahren nicht. Diese werden meist bedarfsorientiert im bekannten Anwendungsbereich entwickelt oder entstehen zufallsgesteuert. So geht unter Umständen wertvolles Marktpotenzial verloren. Wie also kann es auch bei Dienstleistungen gelingen, die zugrundeliegenden Funktionen zu erkennen, die in völlig anderen Bereichen zu neuen, spannenden Angeboten führen?

Unter dieser Fragestellung haben Wissenschaftler des Fraunhofer IAO untersucht, ob und wie sich die funktionssemantische Analyse auf technische Dienstleistungen übertragen lässt. Anhand eines Beispielunternehmens mit einer technischen Dienstleistung wurde zunächst die Übertragbarkeit des Ansatzes überprüft. Daraufhin wurde die Methodik angepasst und erweitert, beispielsweise in Form von strukturierten Dienstleistungs-Verblisten. Auch die Beschreibung der Dienstleistung, die meist weniger präzise und systematisch als bei Produkten und Technologien ist, musste angepasst werden.

»Fraunhofer ServiceSpotting« erfolgreich in einem Pilotunternehmen angewandt

Mit der neuen Vorgehensweise »Fraunhofer ServiceSpotting« lässt sich von nun an das funktionale Prinzip einer technischen Dienstleistung nicht nur erfassen und systematisch beschreiben. Mit Unterstützung einer intelligenten Suche im Smart Data lassen sich auch neue Dienstleistungsideen finden. Die erste Anwendung des Verfahrens ergab für den Pilot-Dienstleister etwa das Potenzial, nicht nur für Banken oder Versicherungen Belege und Verträge einzuscannen, sondern künftig auch für Architekten und Bauingenieure technische Zeichnungen zu digitalisieren oder für Energieversorger Zählerdaten per Fernabfrage zu ermitteln.

Wie »Service Spotting« genau funktioniert, ist in unserem aktuellen Blogbeitrag zu lesen.

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