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Prozess-Szenarien für die Industrie 4.0 © motorradcbr - Fotolia.com

»Smart Blueprint 3D« modelliert Arbeitsprozesse für die intelligente Fabrik

Die Einführung intelligenter Produktionstechnologien verändert die Arbeitsteilung zwischen Mitarbeitern, intelligenten Objekten und Software erheblich. Neue Produktionssysteme und -abläufe müssen verstanden und beherrscht werden. Um Mitarbeiter und Unternehmen dabei zu unterstützen, entwickelt das Fraunhofer IAO ein Modellierungstool für digital unterstützte Arbeitsprozesse. Interessierte Unternehmen können sich beteiligen.

Unternehmen auf dem Weg zur Industrie 4.0 müssen die Prozesssicherheit, die Kompetenzen und die Mitarbeiterakzeptanz für die neuen, intelligenten Technologien gewährleisten, um diese erfolgreich einzuführen. Für diese Zielstellung entwickelt das Fraunhofer IAO das Tool »Smart Blueprint 3D«. Es soll digital unterstützte Arbeitsprozesse modellieren und die komplexe Interaktion zwischen Mensch, Objekten und Software allgemeinverständlich darstellen. Das Tool hilft abzubilden, wie sich die verschiedenen technologischen Migrationsstufen der Digitalisierung auf die Arbeitsprozesse auswirken.

»Smart Blueprint 3D hilft Unternehmen zum einen, während der Umstellung auf die intelligente Produktion schlagkräftig zu bleiben. Zum anderen können Migrationsschritte besser beherrscht und Risiken frühzeitig erkannt werden, die sich durch fehlende Kompetenzen ergeben«, erklärt David Kremer, der am Fraunhofer IAO für das Projekt verantwortlich zeichnet. Darüber hinaus hilft das Tool, die Anforderungen an die Arbeitsqualität der Mitarbeiter zu berücksichtigen und stärkt dadurch nicht zuletzt die Akzeptanz für die neuen Technologien und Arbeitsprozesse. Alternative Prozess-Szenarien können als Grundlage für Risikomanagement, Prozessoptimierung, Arbeitssystem-Design, prospektive Arbeitsgestaltung, Change Management, Interessenausgleich und weitere Verwendungsziele dienen.

Langfristig soll Smart Blueprint 3D veränderte Arbeitsprozesse mittels Virtueller Realität simulieren. Neue Szenarien der Mensch-Technik-Interaktion werden mit Avataren direkt erlebbar. »Prozessverantwortliche können sich so direkt in die Rolle der Produktionsmitarbeiter hineinversetzen. Auf dieser Grundlage können Arbeitsschritte viel besser auf die Anforderungen guter Arbeitsbedingungen zugeschnitten werden«, so Kremer.

Im Rahmen der Entwicklung von »Smart Blueprint 3D« bietet das Fraunhofer IAO für Unternehmen mehrere Kooperationsformen an. In unterschiedlichen Workshops wird beispielsweise das geplante Tool vorgestellt oder die Perspektive des Unternehmens hinsichtlich des zukünftigen Qualifikations-Portfolios der Belegschaft in der Industrie 4.0 bestimmt. Des Weiteren können sich Unternehmen an zwei laufenden Projektskizzen beteiligen, die derzeit ausgeschrieben sind. Diese richten sich an Unternehmen, die über erste Ansätze zur Digitalisierung der Produktion verfügen und sich für die Bewertung von Arbeitsprozess-Szenarien hinsichtlich der Themen Prävention und Gesundheitsmanagement sowie Arbeitsgestaltung und Kompetenzentwicklung interessieren.

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